Bertrand Stern

Für mich, der seine ersten Lebensjahre unter Bedingungen von Knappheit verbrachte und auch all die späteren Jahre mit knappen Mitteln „gut!“ gelebt habe, war es eine besondere Herausforderung, als ich mich mit einer nicht unerheblichen geldlichen Erbschaft meiner Mutter konfrontiert sah. Sollte ich nun meinen Lebensstil ändern? Würde das Nutzen von goldenem Besteck oder das Spielen im Casino mich glücklich machen? Kreuzfahrten unternehmen? An der Börse spekulieren oder Häuser und Grundstücke gewinnbringend kaufen und verkaufen? Ein schickes, teures „Egotechnomobil“ fahren? Nein, gewiß nicht!

Wegweisend für die Idee dieser Stiftung und ihre Verwirklichung waren für mich zwei Momente:

  • Immer wieder bekam ich mit, daß bestimmte juristische Verfahren im Zusammenhang mit dem Ausbruch aus der Beschulungsideologie, bis hin zum Bundesverfassungsgericht, auch Gutachten voraussetzen würden, die, um qualitativ brauchbar zu sein, gewiß nicht billig seien. Wäre es nicht die mäzenatische Aufgabe einer gemeinnützigen Stiftung, dazu beizutragen, diese Herausforderung zu schultern?
  • Vor einigen Jahren äußerte ein Freund, den ein bestimmter Film begeisterte, der wiederum mich gar nicht überzeugte: „Dann mach doch deinen eigenen Film!“ Als ich diese flapsige Bemerkung mit einem eher müden Lächeln quittierte – war ich Filmemacher? – ahnte ich nicht, daß damit ein Keimling gelegt worden war für ein für mich auf Anhieb völlig abwegiges Projekt. Was tun? Ich unterbreitete diese Idee meinem Freund, dem Filmproduzenten Joshua Conens, der spontan schätzte, dieses Projekt könne um die € 30.000 kosten. Nach und nach wurde es immer aufwendiger, kostspieliger, weshalb die Film-Qualität an eine andere Finanzierung gebunden sei. Hierfür kam die Idee einer Stiftung auf, deren Darlehen an das Filmprojekt bei erhofftem Erfolg in das Stiftungskapital zurückfließen würde, um somit langfristig anderen wichtigen Projekten dienen zu können.

Dies ist die spannende Geschichte einer Initiative, die fortan eigenständig leben soll, indem andere Menschen meine Begeisterung teilen und die Idee der Stiftung verschiedentlich und nach ihren Möglichkeiten fördern.

Übrigens: selbstverständlich werde ich auch meinen bisherigen „minimalistischen Lebensstil“ nicht verändern, sodaß ich wo immer möglich zu Lebzeiten und danach dieses „mein Erbe“ werde aktiv unterstützen können.

Wer mehr über mich erfahren will, möge sich auf meiner Internet-Seite informieren.